Warum sind Radfahrer bei Nacht besonders gefährdet?

Spaziergänger Fussgänger ohne Sicherheitsweste, Warnweste in der Nacht

Warum sind Radfahrer bei Nacht besonders gefährdet?

 

Radfahrer sind bei Nacht besonders gefährdet

Radfahrer und Fußgänger haben ein Problem gemeinsam. Sie sind beide „ungeschützte“ Verkehrsteilnehmer und sind bei Dunkelheit oder Regen allgemein nur sehr schlecht sichtbar.

Die schlechte Erkennbarkeit von Fahrrädern ist das Risiko Nr. 1. Die viel zu geringe Erkennbarkeit der Fahrradfahrer, ist das Risko Nr. 2. Kombiniert man diese Risiken mit Nässe, Dämmerung, Nacht oder Nebel, steigt das Risiko einen schweren Verkehrsunfall zu haben, exponentiell.

Eine blinkende LED- Leuchte könnte speziell die Erkennbarkeit schwächerer Verkehrsteilnehmer erhöhen. Fahrradfahrer schenken retroreflektierenden Materialien, Reflektorbändern, Warnwesten nach wie vor zu wenig Aufmerksamkeit.

 

Warum sind Radfahrer bei Nacht besonders gefährdet

Radfahrer müssen ein Gefahren Bewusstsein entwickeln, dass Autofahrer mit einbezieht

Natürlich ist der Autofahrer für die Art und Weise wie er fährt verantwortlich und in die Pflicht zu nehmen. Diese Erkenntnis hilft jedoch nach einem Unfall, nicht wesentlich weiter. Vorbeugen und Selbstschutz sind immer noch sehr gute Garanten für heile Knochen.

Radfahrer müssen sich bewusst sein, dass es leider viele Fahrzeugfahrer gibt, die einen Fahrradfahrer erst zu spät erkennen. Sie sehen einen Fahrradfahrer nicht, weil sie mit einer verschmutzten oder beschlagenen Windschutzscheibe unterwegs sind. Weiterhin kann es sein, dass ein Autofahrer durch eine nasse, nicht völlig enteiste oder zerkratzten Schutzscheibe nicht wirklich viel sieht.

Wenn man zusätzlich bedenkt, dass Fahrzeuge oft mit einer nicht angepassten Geschwindigkeit fahren. Oder dass die Autofahrer von Begleitern, der Umwelt oder dem Musikprogramm abgelenkt sind, versteht man die volle Bandweite des eigenen Risikos.

Zur gleichen Zeit gibt es Verkehrsteilnehmer, deren Aufmerksamkeit durch Alkohol, Medikamente oder Übermüdung deutlich reduziert ist, während sie das Handy bedienen oder rauchen.

Schaut man nun auf die Radfahrer Gruppen, die bei Dunkelheit unterwegs sind, findet man, dass es vor allem jüngere und älter Erwachsene oder Jugendliche sind. Diese Radfahrer Gruppe ist besonders dynamisch und deswegen oft schnell unterwegs. Entsprechend seltener sind Kinder bei Dunkelheit mit dem Fahrrad unterwegs. Diese fahren hauptsächlich morgens im Winter bei Dunkelheit zur Schule, aber seltener mit dem Fahrrad als in wärmeren Monaten. Ältere Menschen meiden eigentlich das Radfahren bei Dunkelheit.

 

Risiko Geblendet werden

Jeder kennt es und hat es bestimmt schon selber erlebt. Für Radfahrer ist die Blendung durch die Scheinwerfer der Autos ein ernstes und großes Problem. Das gilt vor allem für ältere Radfahrer und bei Fahrten „gegen“ den Verkehr. „Gegen den Verkehr“ meint nicht falsch in einer Einbahnstraße zu fahren, sondern der Verkehr auf „linken“ Radwegen, wie sie sehr häufig neben Verbindungsstraßen oder Landstraßen gebaut werden. Diese „linken Randwege“ sind baulich oft sogar etwas niedriger als die Fahrbahn selbst.

Hier treffen die Scheinwerfer den Radfahrer frontal. Sehr oft achten die Autofahrer auch nicht auf Radfahrer auf einem Fahrradweg neben der Strasse, und blenden das Fernlicht nicht ab.

Allgemein gilt: Die Blendung und die Anpassung an die Helligkeit ist geringer, wenn die Straße beleuchtet ist. Hingegen ist das Risko auf unbeleuchteten, wenig befahrenen Straßen sehr hoch. Hier kommen Autos mit einer sehr großen Geschwindigkeit und oft mit Fernlicht entgegen.

In einer solchen Situation wird der Radfahrer wird so geblendet, dass er für mehrere Sekunden nichts sieht. Ein geblendeter Radfahrer erkennt nicht einmal Hindernisse auf dem Radweg selbst, wodurch es zu Unfällen und Stürzen kommen kann.

Auf die Komplexität des Radverkehrs in einer belebten Stadt und die teilweise abenteuerlichen Radführungen, gehe ich nicht ein. Allerdings erhöhen diese, in Kombination mit schlechter Beleuchtung und Markierung das Risiko eines Fahrradfahrers bei Nacht enorm.

 

Fahrrad bei Dunkelheit - Warum sind Radfahrer bei Nacht besonders gefährdet?

Warum sind Radfahrer bei Nacht besonders gefährdet?

Was kann der Radfahrer tun, um seine Sicherheit zu verbessern?  

 

Die Antwort ist einfach: Sicherheit für Radfahrer kommt aus Sichtbarkeit! 

Und die Ansatzpunkte sind die Lichtanlage des Fahrrads, reflektierendes Material am Rad und reflektierende Kleidung.

Wer sich einen Fahrrad Parkplatz mal anschaut, muss nicht lange suchen: Bei der Beleuchtung von Fahrrädern gibt es in der Praxis Probleme. Effiziente Leuchtanlagen, wie zum Beispiel helle Leuchten und kraftvolle Dynamos gibt es zuhauf. Diese sind jedoch nicht billig, weshalb sie selten zum Einsatz kommen. Auch die Hersteller sparen bei der Ausstattung von neuen Fahrrädern und nutzen billige und einfache Leuchtanlagen.

Die Erfahrung zeigt, dass eine sehr gute Lichtanlage für ein Fahrrad (mit zum Beispiel Halogenleuchte, Standlicht, hochwertiger Dynamo usw.) kann inklusive professionellem Einbau, fast so viel kosten wie ein durchschnittliches Fahrrad.

Es ist unter Experten unumstritten, dass reflektierendes Material die Sichtbarkeit von Radfahrern verbessert. Dies vor allem, weil die Verwendung von reflektierenden Warnwesten, Reflektorbändern, Reflektoren am Rucksack oder Gespäckträger, eine höhere Sichtbarkeit bei Nacht erzeugt.

 

Das Fazit: Warum sind Radfahrer bei Nacht besonders gefährdet?

Die Gründe liegen einerseits bei den Autofahrern und andererseits bei den Fahrradfahrern selbst. Und jede Gruppe kann etwas dagegen tun.

Im Straßenverkehr hat jeder Teilnehmer dafür zu sorgen, dass er bei Dunkelheit ausreichend sichtbar ist. Vor allem die Beleuchtungsanlage muss einwandfrei funktionieren. Es ist bekannt, dass Fahrradfahrern ohne Licht auf öffentlichen Straßen verboten ist.

Wer zusätzlich den geringen Aufwand für Reflektoren, reflektierende Kleidung, eine Fahrrad Warnweste oder ähnliche Produkte nicht scheut, tut viel für seine maximale Sicherheit. Besonders Unfälle mit schweren oder tödlichen Verletzungen ereignen sich in hohem Maße bei Dunkelheit.

Deswegen ist Sichtbarkeit die Voraussetzung für Sicherheit.

 

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